Begriffe Fesselspiele

  • Die Arten der Fesselung kann man in fünf Sparten unterscheiden:

    • Zweckbondage Hierbei geht es tatsächlich darum, den Bottom bewegungsunfähig zu machen, z.B. für Schlagspiele. Unter Zweckbondage fallen nicht solche Fälle, in denen die Fesselung Selbstzweck ist oder den Bottom in eine unbequeme Lage gebracht werden soll.
    • Zierbondage Hauptaugenmerk liegt auf die Herstellung einer ansprechenden Optik. Besonders die Fesselungen von Willie, John fallen unter dieser Rubrik wie unter die nächste.

    Folterfesselung Ziel ist es, den Bottom in eine möglichst unbequeme Lage zu bringen, z.B. als Strafe. Fesselungen, die eine hauptsächlich quälende Komponente haben, waren das erklärte Ziel von Willie, John:

    Zitat

    Ich tue nur soviel, wie nötig ist, um Ungehorsam zu bestrafen. Unbequemlichkeit in Form von Fesselung gehört zur gleichen Kategorie - doch hierbei hilft es, die Verwirklichung von Hilflosigkeit zu steigern.

    • Folterfesselungen sind weitaus häufiger in Bildern und der Literatur zu finden als im wirklichen Leben. Jede Fesselung, die eine gewisse Zeit andauert, kann als Form einer Folterfesselung gesehen werden, siehe Langzeitbondage weiter unten.
    • Filmbondage Ähnlich wie Filmknebel eine Form der Fesselung, die häufig in Filmen zu sehen ist, weder ästhetisch noch nützlich. In den Bildern von Kroll, Eric tauchen z.B. viele derartige Fesselungen auf, wie überhaupt in Werken, die eher dem Fetischismus zuzuordnen sind.
    • Meditative Form Im sadomasochistischen Zusammenhang selten, siehe dazu auch Asian Bondage und einige Texte in2. Im Gegensatz zur Folterfesselung liegt das Augenmerk nicht auf den körperlichen, sondern geistigen Zustand des Bottoms. Hier sind auch längere Fesselungsdauern möglich.

    Eine andere Unterteilung geht bei Seilen nach der Art der Fesselung vor:

    • Wickelbondage Seile werden einfach um den Körper oder Körperteile gewickelt.
    • Weaving (to weave engl. weben) Komplizierte und aufwendige Art der Fesselung, bei dem meist in zwei Schritten vorgegangen wird: Die Seile werden zuerst in Zickzack-Form auf den Körper aufgelegt und dann mit einem zweiten Seil verbunden.
    • Doppelseiltechnik Seil wird zuerst doppelt genommen, um schnell viele Windungen zu haben. Gegenstück dazu ist die Einzelseiltechnik, die besonders für sichere Formen der Zweckbondage verwendet wird.
    • Einseiltechnik Die gesamte Fesselung wird mit einem einzigen Seil durchgeführt.

    Daneben werden Fesselungsarten nach dem Material unterteilt, sprich, Riementechniken, Kettentechniken oder auch Fesselungen mit Kleidungsstücken wie z.B. dem Monoglove.


    Auch andere Materialien wie Bauschaum (wichtig: die Haut durch Folie vor dem ätzenden Schaum schützen) oder Gips können dazu verwendet werden, z.B. jeweils eine Hand und einen Fuß aneinander zu fesseln.


    Daneben gibt es noch Details, die eingebracht werden können. Schon in Joy of Sex3 wurde das Zusammenbinden der großen Zehen erwähnt. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Einbeziehen der Ellenbogen.


    Andere Formen der Fesselung arbeiten mit einer Änderung der "Sensorik", sprich, den Gefühlen, die der Bottom von dieser Körperregion erhält. Beispiel sind kleine Stäbe oder Bleistifte, die zwischen die Fingern oder Zehen gesteckt werden und in der Form befestigt werden. Zwar können die Finger bewegt, aber nicht benutzt werden.

    (Langzeitbondage) (Teardrop) Schwebefesselung (Suspension Bondage) (Schrittseil) (X Stellung) (Y Stellung) (Hogtie, vermutlich die bekannteste Stellung) (Brustbondage)


    Zu den allgemeinen Regeln zur Sicherheit, wie sie dort besprochen werden, kommen noch einige spezielle hinzu. Die Bedeutung des Vertrauens stiegt um etliches, weil ein gefesselter Bottom dem Top mit Haut und Haaren ausgeliefert ist. (Eject-Windung)

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