Begrifflichkeit Organisationen

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    Sadomasochisten haben sich - soweit man das aus den spärlichen Zeugnissen früherer Jahrzehnte ablesen kann - schon ziemlich früh zu Zirkeln zusammengeschlossen. Mit dem Entstehen einer öffentlich sichtbaren Subkultur taten manche Organisationen den Schritt in die Öffentlichkeit. Vor allem aber wurden so erstmals Vereine und Gruppen, die sich als offen für alle Interessenten definieren, gegründet.

    Während sich in den USA schon recht früh eine gewisse Neigung zum Zusammenschluss verschiedener sadomasochistischer Gruppen zu Dachverbänden erkennbar war, konnte die Subkultur in Deutschland bis zum Ende der 90er Jahre nur als heillos zerstritten bezeichnet werden. Zwar gab es mit dem AK Vernetzung und der AG S/MÖff zwei Versuche, einen Überbau herzustellen, aber persönliche Differenzen und Rivalitäten machten eine konstruktive Zusammenarbeit völlig unmöglich. Folgerichtig sind beide Organisationen inzwischen aufgelöst worden.


    Ebenfalls auffällig war das fast völlige Desinteresse der europäischen Gruppen an Computern und dem Internet. Während in den USA viele größere Gruppen bald eine Web Page hatten, waren in Deutschland zur gleichen Zeit viele Gruppen noch nicht einmal per Email zu erreichen. Mit der Gruppengründungswelle gegen Ende der 90er Jahre, die vor allem von Internet-Nutzern im Umkreis von #bdsm.de initiiert wurde, entstanden eine Reihe von Organisationen, die neue Technologien von Anfang an in ihre organisatorischen Abläufe integrierten.


    Wie überall in der Gesellschaft bieten auch sadomasochistische Organisationen den Vorteil einer besseren Interessenvertretung und eines gezielten Informationsaustausches. Zusätzlich können sie Hilfe beim Outing oder bei juristischen Problemen bieten.

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