Ein Trotzkopf reißt aus 1.0.0

Ein Trotzkopf reißt aus

Ein Trotzkopf reißt aus


Mit pochendem Herzen lauschte Kiki an der Tür. Die Schritte des Nachtwächters entfernten sich. Mit einem kurzen Seitenblick auf ihre tief schlafende Zimmerkameradin drückte sie leise die Klinke herunter und schlich auf den Flur hinaus. Ihr Weg führte sie direkt in die dunkle Speisekammer des Heims, in dem sie "wegen unsittlichen Benehmens" gelandet war. So ein Quatsch! Seit sie hier war, hatte sie Tag für Tag ihre Wut über die Art, wie man sie behandelte, herunterschlucken müssen, nachdem sie einmal erfahren hatte, was die Folgen für ihren Trotzkopf waren.


Bei dem Gedanken daran schossen ihr Tränen des Zorns in die Augen. Sie war noch niemals geschlagen worden und dann das! Und peinlich war es gewesen, so hilflos über dem Schoß der Aufseherin zu liegen und zulassen zu müssen, dass man ihr die Hose herunterzog und ihr den Po wie einem kleinen Mädchen versohlte! Sie war immerhin schon 17! Aber damit war jetzt Schluss! Mehrere Wochen lang hatte sie sich mit Absicht unauffällig verhalten, damit niemand bemerkte, wie langsam ein Plan in ihr zu reifen begann. Sie würde sich aus dem Heim schleichen und weglaufen, egal wo hin! Natürlich durfte sie nicht zu überstürzt aufbrechen.

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