Beobachtungen

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    Ich bewege mich jetzt seit ca. 5 Jahren auf diversen Platformen für BDSM. Sei es die SZ (für diejenigen die sie nicht kennen Sklavenzentrale) oder SMC (Sadomasochat) um nur einige zu nennen. Grundsätzlich über die Jahre hinweg ist mir aufgefallen, dass sich in der Schnittmenge immer genau die gleichen Personen bewegen. Auch bin ich in einigen Facebookgruppen unterwegs, die sich mit BDSM beschäftigen.


    Halt Stop, beschäftigen sie sich wirklich mit BDSM oder tun sie nur so?

    Sicherlich gibt es ein paar wenige Personen die mit der dort behandelten Thematik vertraut sind. Aber die Masse schaut nur zu lässt sich bespaßen. Oder hat gänzlich nichts mit der Thematik am Hut und versucht nur das Kopfkino zu beschäftigen, oder eine Frau ins Bett zu bekommen. Ist dies ein neues Phänomen. Ich denke nicht. Es gab solche Tastenwichser, wie ich sie nenne schon immer. Und es wird sie immer geben. Auf männlicher wie auf weiblicher Seite. Meine Sichtweise ist sicherlich durch meine Kontakte ein wenig negativ gefärbt, gewiss gibt es auch anders denkende und handelnde Menschen da draußen, aber solche sind mir bisher weder real noch beim schreiben bisher begegnet, bei denen ich sage. Ja sie kommen authentisch rüber.

    Die Gruppen sind bevölkert mit Leuten die mehr Schein als Sein propagieren.


    Da hat man zum einen die Leute die einem weiß machen wollen sie hätten die BDSM Fibel mit der Muttermilch eingesogen und alles hat zu sein wie sie es mal »gelernt» haben. Sie schauen nicht über den Tellerrand und alle die nicht so ticken wie sie sind nur Spieler und haben ja allesamt keine Ahnung. Sie werden Neuzeit-Subs oder Dummdoms genannt. Oder man spricht ihnen gänzlich ab überhaupt BDSMler zu sein und sich so nennen zu dürfen. Doch wer bestimmt ab wann BDSM beginnt oder wo es aufhört BDSM zu sein? Das kann jeder nur für sich selber entscheiden.

    Zu Anfang war ich in speziellen Gruppen auf Facebook die sich mit der BDSM Partnersuche beschäftigt haben, dort jagte ein Gesuch das Nächste. Meist eins platter wie das Andere. Austausch fand nicht statt und sobald ein weibliches Wesen auftauchte wurde es belagert. Dies setzte sich auch in anderen Gruppen fort und ist sicherlich auch auf anderen Platformen nicht anders. Sobald Frau auftaucht wird an Frischfleisch gedacht. Gewiss gibt es unter den Urzeit-BDSMlern wie ich sie nenne auch Menschen die es real leben. Aber viele leben es dann eher extrem aus und haben kein Verständnis mehr für Leute die es auf eine neue Art und Weise leben und leben wollen. Sie haben die Bodenhaftung verloren. Bei anderen wiederum drängt sich mir der Verdacht nach Höher, Schneller und Weiter auf. Sie kommen so rüber, dass sie ja die tollsten und Besten wären, und es dürfe ja nur so und so sein. Hakt man nach kommt meist nur heiße Luft. Also gehe ich da von einer Scheinwelt ohne realen Hintergrund aus.


    Kommen wir nun zu den Menschen, die denke ich die Masse der Leute ausmacht die sich im www rumtreiben den Kopfkinoakrobatikern. Als da zu nennen sind die Männer und Frauen die brav verheiratet sind und gerne im Web surfen, das eine oder andere Pornofilmchen mit BDSM-Inhalt ansehen und dabei das Kopfkino rattert und rattert, sie sich aber nie trauen würden es auszuleben. Man erkennt diese Menschen daran, sie sind vorzugsweise tagsüber online und pünktlich wenn normalerweise Feierabend ist loggen sie sich aus fahren Heim oder warten auf den Ehemann/-frau und sind Abends meist nicht im Chat oder allgemein auf den Platformen unterwegs. Ehemann oder Ehefrau weiß natürlich nichts von den Aktivitäten des Mannes oder der Frau. Und sobald es real zu werden droht, reißt der Kontakt ab. Chats werden abrupt beendet und das Handy ist kaputt. Man steht am Treffpunkt und es keiner da sollte man es soweit schaffen ein Treffen zu vereinbaren.

    Aber damit endet es nicht, selbst wenn man sich traf und es passte nicht, haben die wenigsten den Mut zu sagen: Hey es passt nicht, aber danke fürs Treffen viel Erfolg bei deiner Suche. Nein man verschwindet auf nimmer wiedersehen. Bei anderen endet man als eine Kerbe im Holz .. da geht es scheinbar mehr um die Jagd denn darum wirklich was aufzubauen. Das Wort Beziehung in den Profilen suggeriert man wolle eine langfristige Beziehung aufbauen. Aber welche Frau oder welcher Mann (ja auch das gibt es im umgedrehten Fall natürlich auch muss man der Fairnisshalber erwähnen) sagt hey ich such nur eine Affäre ohne Verantwortung mir geht es nur darum Druck abzubauen. Meist ist dies eher auf Sex bezogen. Denn viele Männer und auch Frauen geht es gleich beim 1. Treffen um Sex oder eine Session. Man will prüfen ob der- oder diejenige ja was taugt. Also ergo nur ein Vorwand um einen Fuss in die Tür zu bekommen und wenn man dann hatte was man wollte verschwindet man im Nirwana des Netzes dann wird man geblockt.

    Und in Punkto Ehrlichkeit wird meist auf sie gepfiffen, da werden Frau und Kinder, oder die Sub oder der Ehemann und Kinder mal gerne unter den Teppich gekehrt. Man ist solo. Denn viele wollen halt nicht das 5. Rad am Wagen spielen.


    Thema Kommunikation:


    Die wird immer schwieriger was auch damit zu tun hat, dass die meisten vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Was wieder mit der Suche korreliert. Man gibt an, man suche eine Beziehung, aber was im Grunde nicht stimmt weil ja zu Hause Frau und Kinder warten man möchte im Netz nur sein Ego aufpolieren. (ich schreibe jetzt aus meiner weiblichen Sicht, dies trifft sicherlich auch auf Frauen zu auf die Männer treffen und die dann doch verheiratet sind). Außerdem stelle ich fest, die Anzahl derjenigen nimmt immer mehr zu, die diese Scheinwelt aufrecht erhalten. Früher war dies auch so, nur jetzt fällt es denke ich mehr auf als früher, weil die Masse derjenigen größer geworden ist. Früher spielte man verliebt, verlobt verheiratet, heute geklickt gefickt vergessen.

    Unverbindlichkeit wird im großen Stil praktiziert. Das Netz ist groß und an jeder Ecke wartet ja der oder die Nächste mit der man ja was machen könnte. Es könnte ja immer jemand daherkommen der besser .. perfekter für einen ist also will man sich nicht festlegen. Jeder ist austauschbar geworden. Ein Klick und man ist weg vom Fenster. Ersetzt durch eine andere Frau oder einen anderen Mann. Es ist ja so leicht, da sich auch viele Frauen und Männer für so was hergeben. Als Frau oder Mann der oder die ernsthaft sucht hat man es sehr schwer, man geht in der Masse unter. Man wird nicht mehr ernst genommen. Der Mensch als solcher verkommt immer mehr zu einer Konsumware, da es ja scheinbar so leicht ist jemanden zu finden. Man wird zu einer Katalogware. Frau hat im besten Alter zu sein, jung, schlank hübsch. Am besten auch noch unerfahren, damit sie ja nicht merkt, dass man sie ja verarscht und der Mann eigentlich keine Ahnung hat. Außerdem hatte man ja früher das Hausmütterchen, das will man natürlich ändern man möchte jetzt was zum vorzeigen haben, und das Ego wird ja mit einer jungen hübschen Frau geschmeichelt. Man liest es ja allenthalben. Mann 50plus sucht Frau bis maximal 30. Und da man ja nun geschieden ist möchte man ja nichts festes mehr damit man keine Verantwortung mehr übernehmen muss oder Mann hat Angst Frau suche nur einen Ernährer.


    Fazit meiner bisherigen Suche.


    Es wird alles immer unverbindlicher, immer schwerer ernsthaft jemanden zu suchen. Freundschaft und normales kennenlernen unerwünscht. Als Sub ist man gefragt aber der Mensch an sich ist egal. Vor 5 Jahren kam noch einigermaßen eine Konversation zustande jetzt beschränkt es sich nur noch darauf, ob man 3-Loch benutzbar ist.

    Traurig.... da ich denke wer ficken will muss freundlich sein.

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