Begriffe SM-Schübe

  • Begriff für ein das unregelmäßige Auftreten eines extremen Drangs zu sadomasochistischen Handlungen, der von dem Betroffenen selbst als unangenehm bis beängstigend empfunden wird.

    Das Auftreten von Schub weisem Verlangen ist von Paraphilien wie Pädophilie und Exhibitionismus bekannt. Die Sexualmedizin und -wissenschaft hat es auch für Sadomasochisten beschrieben. Schub weises Zusammenbrechen der Selbstkontrolle geht mit dem Versuch einher, die Neigung zu unterdrücken, entweder weil sie unter Strafe gestellt ist oder der Betreffende sie nicht akzeptiert. Er kann die Furcht haben, Grenzen und Abmachungen nicht mehr einhalten zu können. Es scheint eine Verbindung zu Schuldgefühlen über die eigene Neigung vorzuliegen, so dass vermutet werden könnte, dass die entsprechenden Neigungen so lange verdrängt werden, bis sie ausbrechen, was wiederum stärkere Schuldgefühle und Ängste entstehen lässt.


    Zumindest bei Sadomasochisten (und Homosexuellen), also bei Vorlieben, die gesellschaftlich integrierbar sind, sind solche Durchbrüche sehr selten wenn ein geregeltes Ausleben möglich ist.

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