Begriffe Metakonsens

  • Spiel an der Grenze zwischen konsensuellen sadomasochistischen Spielen und nicht-konsensuell. Bei einem Metakonsens-Spiel gibt der Bottom vorher dem Top die Erlaubnis, alleine über die Grenzen des Spiels zu bestimmen, verzichtet also auf ein Safeword und andere Möglichkeiten, aus dem Spiel aus zusteigen. Dabei ist ihm bewusst, dass die Situation während des Spiels für ihn sehr unangenehm werden kann bis hin zu echten Ängsten vor Verletzungen.

    Metakonsensspiele sind unter Sadomasochisten nicht unumstritten. Von ihren Kritikern wird darauf hingewiesen, dass der Bottom dabei ein tatsächliches nichtkonsensuelles Erlebnis durchmacht und dies zu unabsehbaren psychischen Schäden führen könnte.


    Dem wird entgegnet, daß der Bottom sich vorher über den noncon-Anteil sehr wohl klar ist, sich also aus freien Stücken und im Bewusstsein der Folgen darauf einlässt. Außerdem würde ein guter Top beim Erkennen einer realen Gefahr abbrechen.


    Metakonsens-Spiele sind in Deutschland wahrscheinlich strafbar, sollte jemals Anklage erhoben werden. Auch wenn das deutsche Strafgesetzbuch Zustimmung zur Körperverletzung straffrei stellt, gilt das situativ, d.h. die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden. Dies ist in einem Metakonsensspiel aber gerade nicht möglich. Daher fallen Metakonsens-Spiele wahrscheinlich unter Körperverletzung, sexuelle Nötigung und Freiheitsberaubung.


    Metakonsens-Phantasien sind unter Bottoms recht häufig, da sie eine der extremsten Formen der Unterwerfung unter einen fremden Willen darstellen. Bottoms, die diese Phantasien auch ausleben sind hingegen viel seltener - viele werden auch durch einen Versuch in der Richtung nachhaltig kuriert.

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