Begriffe Kastration

  • Unfreiwillige Kastration ist im Lauf der Geschichte an Gefangenen, Sklaven und im Krieg immer wieder angewandt worden um die Opfer zu demütigen, ihre Aggressivität zu vermindern oder sie als Eunuchen an der Fortpflanzung zu hindern. Auch freiwillige Kastration wird - überwiegend von Mönchen - aus früheren Zeiten überliefert.

    Das Ausmaß der Kastration kann unterschiedlich sein, bei Männern können im minimalen Fall nur die Hoden entfernt oder durch Strahlung bzw. Medikamente ausgeschaltet werden, im Extremfall werden die Genitalien komplett entfernt. Auch Frauen können kastriert werden, wobei mindestens die Eierstöcke entfernt werden, im Extremfall auch Klitoris, Schamlippen oder sogar die Vagina.


    Kastration bei Männern wirkt sich dämpfend oder sogar vernichtend auf den Geschlechtstrieb aus, wenn die fehlenden Hormone (die normalerweise im Hoden produziert werden) nicht ersetzt werden. Bei Frauen ist der Effekt nicht so eindeutig, es kommt jedoch zum vorgezogenen Eintritt der Wechseljahre. Teilweise berichten Frauen nach einer Entfernung der Eierstöcke von sinkendem, teilweise von steigendem Interesse an Sex.


    Kastration als extreme Form von Genitalfolter ist unter Sadomasochisten eine nicht seltene Phantasie, die von einigen wenigen auch in die Tat umgesetzt wird. Dies geschieht nicht selten als Opfer, das dem Top gebracht wird. Insgesamt gibt es jedoch wenige, die eine Umsetzung auch wirklich anstreben.


    Da gerade für Männer eine Kastration eine der am stärksten angstbesetzten Vorstellungen ist (ähnlich wie eine Vergewaltigung für Frauen) kann eine Scheinkastration im Spiel eine sehr mächtige Angst/Lust Gratwanderung sein.

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