Begriffe Frauen

  • Im Rahmen der Vorurteile über Sadomasochisten tauchen Frauen meist ausschließlich in der Rolle als bezahlte Dominas auf, denen ein eigenes Interesse an Sadomasochismus abgeht.

    Auch der Wissenschaft ist lange verborgen geblieben, dass viele Frauen ein genuines Interesse an sadomasochistischen Praktiken haben. Zwar tauchen bei Krafft-Ebing einige wenige weibliche Fälle auf, bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts bezieht sich die Sexualforschung jedoch alleine auf Männer. Frauen wurden stereotyp in der Rolle eines unbewussten, spezifisch "weiblichen" Masochismus gesehen, der sich nicht auf dem Gebiet der Sexualität, sondern in der täglichen Lebensführung ausdrücken sollte.


    Mit dem Erstarken der nichtkommerziellen sadomasochistischen Subkultur wurden Frauen deutlich sichtbarer. In den meisten Organisationen pendelt der Frauenanteil zwischen 25 und 50%, dies gilt auch für die Besucher sadomasochistischer Parties.


    Inzwischen hat sich bei vielen Gruppen und Vereinen ein eigener Frauentreff etabliert, so Poison Ivy bei Smart Rhein-Ruhr e.V., Lily in a Rosegarden bei BDSM Berlin e.V., in Linz im Rahmen von BDSM Linz . Im Berlin wird seit '99 die Frauen vorbehaltene Party Internationale Frauen-SM-Konferenz Berlin veranstaltet.


    In der Kunst und Literatur ist der Einfluss der Frauen früher sichtbar geworden, Pauline Reage ist in der heterosexuellen Subkultur eine der bekanntesten Autoren. Bis heute stellen Sadomasochistinnen viele Feministinnen vor größte Probleme. Sexuell motivierte Dominanz und Unterwerfung konfligieren in deren Augen mit dem vom Feminismus vertretenen Kampf gegen Benachteiligung und Unterdrückung.

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