Auch Ohrfeigen gehören in diesen Bereich. Für den Empfänger der Schläge können vollkommen unterschiedliche Empfindungen den Reiz von Schlagspielen ausmachen: Manchen geht es mehr um die psychische Komponente, das Ausgeliefertsein und die Macht, die ein anderer über sie hat. Das Erdulden kann hier auch ein Zeichen der Unterwerfung sein.
Andere Bottom werden durch die Schläge direkt sexuell erregt, während eine dritte Gruppe durch die durch Schläge im Körper produzierten Endorphine in tranceartige Zustände verfällt. Dies wird von den Beteiligten häufig als Fliegen bezeichnet.
Auch auf Seiten der Top ist die Motivation unterschiedlich. Während manche Schläge als Mittel der Korrektur ungewünschten Verhaltens auf Seiten des Bottoms verwenden, gibt es auch Topsfür die die Reaktion des Bottom, speziell die Schmerzen im Vordergrund steht. Speziell im Bereich des DS gibt es auch Tops, die dem Bottom Schläge als Prüfung ihrer Hingabe auferlegen.
Nicht alle Körperteile sind gleichermaßen geeignet, um sie zu schlagen. Folgende Sicherheits-Faustregel hat sich bewährt:
Überall dort, wo Nerven, Adern, Sehnen oder empfindliche Organe direkt dem Schlag ausgesetzt wären (nur durch Haut geschützt), sollte nicht geschlagen werden.
Überall dort, wo Knochen und andere Strukturen nur durch eine dünne Muskelschicht geschützt sind, sollte nur mit der Hand oder mit weichen Schlagwerkzeugen gearbeitet werden.
Überall dort, wo große und dicke Muskeln sitzen kann mit harten und schweren Instrumenten geschlagen werden.
Wo man wie zuschlagen kann
Hierbei ist die Wahl des Gegenstandes und die Schlaghärte auch von der Erfahrung des Schlagenden abhängig - wer mit Rohrstöcken fein dosiert signalisieren kann, der kann sich auch daran wagen, seinem Partner damit auf die Nase zu ticken.
Für den Anfang ist es jedoch ratsam, lieber vorsichtig zu sein und sich mit wachsender Erfahrung weiter vorzutasten.
Die Karte zeigt ungefähr, welche Zonen des Oberkörpers wie traktiert werden können.
Die weibliche Brust und die männlichen Geschlechtsteile sind empfindlicher als die männliche Brustpartie und die weiblichen Genitalien.
Ausgeschlossen sind die Halspartie, der Bereich des Rückgrates, des Steißbeins und die Gegend von Niere, Milz und Leber.
Die Bereiche von Schulter über Schlüsselbein zum Brustbein, sowie die Beckenknochen sind schlecht gepolstert, sie eignen sich nicht für stärkere Schläge, da die Knochenhaut gereizt werden könnte. In der Leistenbeuge wiederum verlaufen wichtige und große Adern und Nerven.
Bauch- und Rückenmuskulatur sind kräftig genug, dass sie Schläge mit Katzen-Peitschen abfangen können. Schwere Peitschen, Stöcke und dergleichen sind hier nicht angeraten.
Der Hintern, die Oberarme und die Oberschenkel sind so dick gepolstert, dass auf sie auch kräftige Schläge verabreicht werden können.