Wie klopft Ihr Fremde auf das Thema ab?

  • Vielleicht hat das jeder schon mal so erlebt: Man sitzt im Urlaub an der Hotelbar oder ist auf Dienstreise, kommt mit jemandem nett ins Gespräch, die Chemie stimmt – und plötzlich schießt einem dieser Gedanke durch den Kopf: „Wäre diese Person wohl offen für Spanking?“

    Das Problem: Wir bewegen uns hier auf einem schmalen Grat. Fällt man mit der Tür ins Haus, riskiert man nicht einen extrem unangenehmen Moment, der sich auch negativ auf die kommenden Tage auswirken kann, wenn man diese Person wiedersieht.

    • Mich würde interessieren: Wie macht ihr das? Habt ihr subtile Strategien, um vorzufühlen, ob beim Gegenüber Interesse an Spanking besteht, oder zumindest Neugier vorhanden ist, ohne direkt überdeutlich zu werden?
    • Was war euer mutigster Move, der tatsächlich funktioniert hat?
    • Hattet ihr schon mal den Fall, dass ihr euch zu 100 % sicher wart, dass jemand darauf steht, und am Ende war es ein totales Missverständnis? Was war das Signal, das euch in die Irre geführt hat?“

    Um den Stein mal ins Rollen zu bringen: Mir ist aufgefallen, dass es oft hilft, das Gespräch auf ‚alte Schule‘ vs. moderne Erziehung zu lenken. Ein Satz wie: "Manchmal habe ich das Gefühl, uns hat diese klare Kante von früher gar nicht so geschadet" ist ein zwar etwas platter aber brauchbarer Testballon. Wenn dann ein wissendes Lächeln kommt, ist man meistens auf der richtigen Spur.

    • Official Post

    Den Testballon mit der "alten Schule" finde ich ehrlich gesagt schwierig. Ich bin eine absolute Verfechterin gewaltfreier Erziehung und finde, dass Schläge als Erziehungsmittel früher viel Schaden angerichtet haben. Für mich hat meine Vorliebe für Spanking rein gar nichts mit Pädagogik zu tun, sondern ist eine rein körperliche und einvernehmliche Leidenschaft.

    Wenn jemand das Thema über "früher hat es nicht geschadet" einleitet, würde mich das eher abschrecken, weil es den Fokus auf Gewalt statt auf einvernehmliches Handeln legt.

    Ich verlasse mich da lieber auf meine Intuition. Ich habe mich in meinem Umfeld bisher nur Menschen gegenüber geöffnet, bei denen das Grundvertrauen absolut stimmte. Zweimal hatte ich bisher einen konkreten Verdacht, dass mein Gegenüber ähnliche Neigungen haben könnte und beide Male lag ich richtig. Einer war bereits sehr erfahren, der andere war neugierig, hatte aber bisher nur wenig ausprobiert.

    Mein Signal ist kein bestimmter Code-Satz, sondern eher die körperliche Chemie und wie jemand auf das Thema Berührung und Intensität reagiert. Wenn das stimmt, ist der Weg zum Thema Spanking oft viel kürzer und ehrlicher, als man denkt.

  • Schwierig, schwierig.....

    Aber nicht unlösbar.

    Ich bin hier eher bei Pinie: Die Person gegenüber wahrnehmen, sich einlassen, zuhören, und wenn das "Bauchgefühl" positiv ist, auch mal etwas wagen.

    Konkret: An der Uni, in der Cafeteria, "verquatschte" ich mich mit einer Kommilitonin. Wir waren uns sympathisch.... und nach ein paar Tagen unregelmäßiger, aber intensiver Gespräche, wurde klar, dass sich da eine Verbindung aufbaut. Spanking reizte mich sehr, gerade der Gedanke, das mit ihr mal aktiv zu probieren. Im Zuge eines Gesprächs kam das Thema "bisherige erotische Erfahrungen" zur Sprache, und ich sah die Chance, mich da etwas vorzuwagen. Mit 20 oder 21 ist ja üblicherweise noch nicht so ewig viel Erfahrung vorhanden, und ich formulierte es so, dass ich mit einer früheren Freundin sehr innige, betont zärtliche Momente erlebte, und mit einer Freundin ein paar Monate später es im Bett, bei aller Zärtlichkeit, auch mal eher "wild", "rustikal" und auch mal "handfest" zuging.... Ich merkte, dass sie "aufhorchte" - und sie fragte, was den "rustikal" und "handfest" gewesen ist. Somit beschrieb ich -vorsichtig- weiter, dass wir im Bett auch, so als Vorspiel zu einer zärtlichen Vereinigung, auch mal etwas "rauften", sie versuchte die "Oberhand" zu gewinnen, ich versuchte die "Oberhand" zu gewinnen, und es dann auch mal einen Klaps setzen konnte. Sie fragte erkennbar "elektrisiert": "Einen Klaps auf den Po?". Was ich still nickend bestätigte. Ich spürte, dass sie der Gedanke daran faszinierte, und sie spürte, dass ich das ganz augenscheinlich auch gemochte hatte....

    Das war solch ein Einstieg, der glückte.

    Später mal, in ganz ähnlicher Situation, da hieß es von einer anderen Studentin: "Nee, das wäre mir zu wild!" - Gut, OK, klare Sache.

    Soweit meine seinerzeitigen, aktiven "Gehversuche" in Sachen Spanking als Erwachsener an der Uni.

    Zuvor, als Jugendlicher, hatte ich schon etwas Spanking-Erfahrungen sammeln können, mit zwei gleichaltrigen Mädchen ohne erotisch-sexuellen Kontext, und mit einer französischen Austausch-Schülerin war es eine faszinierende Erotik-Spanking-Mischung. Was aber ein anderes Thema als das hier Angesprochene ist.

    Viele Grüße, Alexander

    Vas au plus dur, car le facile ne te feras jamais progresser.

  • Vielen Dank euch beiden für diese spannenden Einblicke!

    Pinie: Das ist ein extrem wichtiger Punkt, den du da ansprichst. Danke für die "Erdung"! Du hast absolut recht: Die ‚alte Schule‘-Schiene ist ein zweischneidiges Schwert. Was für den einen ein nostalgischer Anknüpfungspunkt ist, ist für den anderen (völlig zurecht) ein rotes Tuch, weil es eben Gewalt assoziiert. Deine Herangehensweise über die körperliche Chemie und das Thema Intensität ist viel feinfühliger. Es zeigt, dass Spanking eine Sprache der Leidenschaft ist und keine der Züchtigung.

    Alexander: Dein Beispiel aus der Uni-Zeit ist das perfekte Drehbuch für gelungenes Vetting! Was ich daraus mitnehme: Das Zauberwort ist ‚Eskapismus‘. Du hast Begriffe wie ‚rustikal‘ oder ‚handfest‘ in den Raum gestellt – Worte, die Neugier wecken, ohne jemanden zu überfallen. Gut fand ich, wie du auf das ‚Elektrisiert-sein‘ geachtet hast. Das ist genau das Kribbeln, von dem wir es schon hatten.

  • Rainer May 6, 2026 at 12:59 AM

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  • Rainer May 6, 2026 at 12:59 AM

    Added the label Frage
  • Ich versuche da in solchen Situationen einen kleinen harmlosen Patzer oder eine ungeschicktheit zu tätigen, die Reaktion des Gegenüber zu beobachten und gegebenenfalls zu fragen ob das jetzt schlimm gewesen wäre und dafür über's Knie komme. Je nachdem wie die Reaktion dann ist kann man entweder das Thema wechseln oder näher ins Detail gehen.

  • Beim Thema Dienstreisen wäre (Konjunktiv, weil ich Rentner bin) ich sehr diszipliniert. Company Fuck - Bad Luck! Man kann die Arbeitsstelle nicht so schnell wechseln, wie Bekanntschaften im Privatleben.

    Privat halte ich es genau wie Lümmel: bei zweideutigen Bemerkungen hört jeder, was er hören möchte. Werde ich beim Einkaufen gefragt "Kassenbon?", antworte ich auch schon mal mit "Nein, danke. Ich bin nicht verheiratet."

    Allerdings möchte ich die Frage nach OTK in der Öffentlichkeit nicht gleich anschließen, sondern mir für einen persönlicheren Moment vorbehalten.

    Wer behauptet, ältere Menschen können nicht mit dem Internet umgehen, dem sei gesagt: "Die Alten haben es erfunden!"

    • Official Post

    Fremde interessieren mich nicht!
    Im Freundeskreis kann man Reaktionen testen, in dem ganz zufällig eine relevante Seite auf dem Bildschirm ist wenn Freunde vorbei schauen. Als Spielpartnerinnen interessieren mich nur Frauen, die ich über das Thema kennen gelernt habe. Und damit meine ich nicht oberflächlich und gleichgültig, sondern schon recht gut als Mensch!

    Denn bequeme, oberflächliche und gleichgültige ONS-Session geben mir nichts! Eine Spanking-Session hat für mich viel mit schenken und beschenkt werden zu tun. Mit Vertrauen das ermöglicht Begierden und Bedürfnisse tatsächlich flexibel zu stillen. Nur etwas haben zu müssen, nur neugier zu stillen reicht einfach nicht aus. Fühlt sich an wie eine leere Hülse!

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