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Berichte

  • Die flambierte Frau
    3,4
    ausreichend
    4 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Spielfilm von 1983 (BRD); Regisseur: Robert van Ackeren; Hauptdarsteller: Gudrun Landgrebe, Matthieu Carriere
     
    Eine gewerbsmäßige Domina verliebt sich in einen charmanten jungen Mann und entdeckt dann, dass er ein Callboy, also quasi ein Kollege von ihr ist. Daraufhin beschließen sie, ein gemeinsames Studio auf zumachen. Sie mieten ein Apartment, in dem jeder seine eigene Etage hat. Es zeigt sich jedoch, daß er mit der Art, wie sie mit ihren Kunden umgeht, Probleme bekommt, zumal sie sehr erfolgreich ist. Er wird regelrecht eifersüchtig auf ihre „Sklaven“, fühlt sich aber dieser Art von Sexualität gegenüber völlig machtlos. Seine Wut auf sie reagiert er schließlich dadurch ab, dass er sie mit Alkohol übergießt und anzündet. Weil sie den gerade angezogenen und nun brennenden Mantel abstreifen kann, geschieht ihr körperlich nichts. Die Beziehung der beiden ist damit aber natürlich beendet. Sein Hass verfolgt sie nun auch so weit, dass sie Hausverbot in der bisherigen

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  • Drachenliebe - Autor: Fritz Walter
    3,4
    ausreichend
    4 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Fritz Walter beschreibt in Drachenliebe die Entwicklung einer SM-Beziehung vom Kennen lernen bis zur absoluten Hingabe Katharinas an ihren Meister. Jede der sechs Geschichten steht für eine Phase der Liebesgeschichte. Die detailliert und realistisch beschriebenen Episoden zeigen ihren Weg: Prüfungen für die Bereitschaft zur Hingabe und Demut. Die Geschichte, die dem Buch ihren Namen gab, erzählt von einem Katharinas Körper umschließenden Drachentattoo, welches im Spiel mit Schmerz, Stolz und Macht langsam seiner Vollendung entgegen geht. Das Beziehungsgeflecht zwischen dem traditionellen japanischen Tätowierer, seiner Sklavin und dem Protagonisten des Buches zeigt mehr als nur die üblichen sadomasochistischen Klischees. Der Autor verliert nie aus dem Auge, dass auch die andere Seite mehr bieten muss, als Konsequenz und Härte: Liebe, Zärtlichkeit, Respekt und Achtung.

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  • Schlag mich! - Marc Acht
    -
    Keine Endnote
    5 von 0 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Inhaltsangabe

    Zitat

    Eric nahm Monique bei der Hand, führte sie zum Prügelbock und sagte zu ihr: «Deine Aufgabe wird sein, Désirée auf den Bock zu schnallen. Wie das funktioniert, hast du ja selbst erfahren. Dann bleibst du bei ihr und wartest auf die Befehle der Herren. Ich bleibe in der Nähe, um dir notfalls beizustehen“, flüsterte er ihr noch ins Ohr.
    Monique erholte sich von ihrer Überraschung. Sie nahm Désirée an der Hand und führte sie zum Bock.
    Alle schauten ihr interessiert zu, wie sie wohl ihre neue Aufgabe lösen werde. Im Gegensatz zu Monique wusste Désirée, was auf sie zukam, und sie machte keine Schwierigkeiten, als Monique ihre Füße mit breiten, gepolsterten Ledermanschetten an zwei Beine des Prügelbocks band. Während sie angebunden wurde, massierte Désirée ihren Arsch, was den Zuschauern sehr gut gefiel. Dann musste sie sich über den Bock beugen und Monique fixierte ihre Mitte mit einem breiten, ebenfalls gepolsterten

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  • Tortura Fortunae - Autor: Woschofius
    3,4
    ausreichend
    4 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Verena, eine selbstbewusste Frau wird bei einem Betrugsversuch entdeckt. Ihr Vorgesetzter stellt sie vor die Wahl, entweder Anzeige, oder einen Monat bei ihm als Sklavin dienen. Sie entschließt sich für Zweiteres und ihre bis dahin heile Welt gerät aus den Fugen. Seinen Launen ausgeliefert, entdeckt sie einen Mord. Sie verliebt sich, doch wem kann sie trauen. Sie wird beobachtet und die Anzeichen für eine weitere Straftat verdichten sich. Wird sie das nächste Opfer sein?
    Ein Fest wird vorbereitet ...
    Die zweite Auflage enthält entgegen dem Original nur noch ein Foto und keine Gedichte mehr. Darüber tröstet aber die aufwendige und schöne Aufmachung hinweg.

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  • Sehnsucht nach der Nacht in deinen Augen Autor: Gerd Eggert
    3,4
    ausreichend
    4 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Gerd Eggert beschreibt den Zwiespalt der Gefühle mit viel Einfühlungsvermögen und Sympathie für seine Charaktere. Vor allem gelingt es ihm, die gefährliche Anziehungskraft, die Anne, Nuria und Jan verbindet, auch für den Leser bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Ein SM-Lesevergnügen der romantischen Art.

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  • Hanjo Lehmann: „Die Truhen des Arcimboldo“
    2,2
    gut
    5 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Roman, 1995 Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin. ISBN: 3746620473, 698 Seiten, € 6,00.
     
    Häretische wie erotische Schätzchen sind es, die sich in den „Truhen des Arcimboldo“ verstecken und die mich diesen historischen Roman von Hanjo Lehmann derzeit jedem, der eine Buchempfehlung hören will oder auch nicht, empfehlen lassen.


    Der Autor wird Figur und rahmt die Handlung: Er ist es, dem im Jahre 1993 die Tagebücher des Heinrich Wilhelm Lehmann in die Hände fallen. Fälschlicherweise hielt man Hanjo für einen Nachkommen Heinrichs aber welch Glück für den werten Leser, dass ihm durch diesen Zufall nun die Inhalte der Tagebücher offenbar werden!


    Heinrich Wilhelm Lehmann ist Ingenieur im Dienst der Berlin-Anhaltischen Eisenbahngesellschaft. Im Jahre 1868 tritt er mit dem Vatikan in Verhandlungen über den Bau einer Eisenbahnstrecke durch die Zentralschweiz und macht bei seiner ersten Dienstreise nach Rom Bekanntschaft mit Luigi Calandrelli, der 20 Jahre zuvor bei der Schweizer Garde diente und

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  • Jezabels Träume - SM-Stories von Frauen - Autor: Raymond Werrie
    3,4
    ausreichend
    4 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Wovon träumen SM-Frauen? Welche Szenen beschäftigen ihre Phantasie? In dieser Sammlung größtenteils fiktiver Geschichten wird kaum etwas ausgelassen: Ob zart, extrem, romantisch, grausam, zärtlich, brutal, wild, obszön, amüsant oder lüstern, ob heterosexuelle, lesbische, schwule oder Gruppen-Abenteuer, ob nach gängigem Strickmuster erzählt oder mit entlegenen, bizarren Inhalten verknüpft - in jedem Fall ein spannender Einblick in das erotische Erleben dominanter und devoter, sadistischer und masochistischer Frauen.

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  • Cruising
    5,2
    mangelhaft
    2 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    Spielfilm von 1977 (USA)
    Regie: William Friedkin. Hauptdarsteller: Al Pacino.
     
    Cruising In der schwulen SM-Szene des New York der 70er Jahre geht ein Massenmörder um. Er gehört offenbar zur Szene und nutzt die sexuelle Promiskuität seiner Opfer für sein grausames Geschäft aus. Ein heterosexueller Polizist wird beauftragt, in die Subkultur einzutauchen und dort als Undercover-Agent zu ermitteln, weil er genau dem Typ entspricht, den der Täter offenbar bevorzugt. Er bereitet sich gründlich auf seine Aufgabe vor und kann sich schließlich auf den Szenetreffs wie ein Insider bewegen.


    Die intensive Beschäftigung mit seiner Rolle lässt ihn jedoch neue Seiten an sich entdecken, die ihm nicht geheuer sind. Das verursacht bei ihm eine Identitätskrise, die sogar seine Ehe gefährdet und ihm darüber hinaus seine Aufgabe nicht gerade leichter macht. Plötzlich steht er dem Mörder gegenüber ...

    Der Film bietet neben der spannenden Handlung auch eine sehr eingehende und anscheinend recht getreue

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  • Erziehungsfragen sind keine Fragen der Erziehung
    -
    Keine Endnote
    1 von 0 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    In seinem Untertitel beansprucht das „freie forum“, eines für „Erziehungsfragen“ zu sein, ein – wie ich finde – missverständlicher Anspruch, denn er suggeriert, dass es im ff tatsächlich um Fragen der (Kinder-)Erziehung geht. Ein für allemal sollte aber klar sein, dass das ff kein Ratgeber in Erziehungsangelegenheiten ist, sondern – jedenfalls sollte es das sein – ein Erotikon, also ein Magazin, das sich einer ganz speziellen Spielart menschlicher Sexualität widmet.


    Auf welch schiefe Ebene man unversehens geraten kann, wenn man keinen klaren Trennungsstrich zwischen einer erotisch motivierten Erziehung, die ja eigentlich keine ist, und realer Erziehung zieht, zeigt leider der Beitrag „Denkzettel“ im ff 383. Der Autor rühmt darin die dreißiger Jahre, in denen es nicht zu den heute mancherorts zu beklagenden Auswüchsen jugendlicher Übeltäter gekommen sei. Als ob die Nazis, die ab 1933 ihr Unwesen trieben, nicht schon Auswuchs genug waren!


    Ein Spanking-Magazin eignet sich meiner

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  • Qualvolle Liebe - SM-Phantasien - Autor: Vanessa Z. Goy
    4,4
    ausreichend
    3 von 6 Punkten
    Noch keine Empfehlungen!

    »Qualvolle Liebe« ist keine Sammlung netter, gefälliger Stories, die SM einmal mehr auf die Ebene locker-leichter Rollenspiele reduziert. Werden Macht und Ohnmacht, Schmerz, Demut und Erniedrigung von Vanessa Z. Goys Figuren auch oftmals auf klassische Weise inszeniert, wagt es die Autorin dennoch, das selbst unter bekennenden SMlern oftmals tabuisierte »Dahinter«, die erschreckendsten Gefühle und Sehnsüchte, die schwärzesten Abgründe der menschlichen Seele zu benennen. Ob es um anonyme Akte, flüchtige oder ernsthafte Beziehungen, reale Erfahrungen oder surrealistische Phantasien geht: Stets zielen die facettenreichen Geschichten auf die Grenzerfahrung ab, auf den Traum von der totalen Preisgabe des eigenen Ichs oder dem Verschlingen des Ichs eines anderen, zu dem wir durch Liebe oder auch nur schlichtes Begehren inspiriert werden.

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  • Austausch in Echtzeit
    1,0
    sehr gut
    6 von 6 Punkten

    Als ich Mitte der 90er Jahre mich intensiver mit Spanking im Internet beschäftigte, fand man deutsche an Spanking interessierte Menschen hauptsächlich auf englischsprachigen Seiten oder in Chaträumen. Zu 99% tatsächlich am Thema interessierte Frauen und Männer, Fake und Troll waren eher die Ausnahme.


    Mit den steigenden Zahlen der Internet Zugänge wurden es immer mehr Leute. Leider auch mehr Menschen, die nur Frischfleisch fürs Bett suchten oder den für sie neuen erotischen Kick. Die Vertrautheit die vorher bei der Kommunikation herrschte verschwand. Ein paar Jahre, lohnte es sich echt noch einen Chat zu betreiben, So ab 2008 nicht wirklich mehr! Denn Chat war da längst zur kostenfreien erotischen Hotline geworden, auf der man Erfüllungsgehilfen für den Handarbeitskurs akquiriert. Ausnahmen bestätigen die Regel. Zu dem traf man in Chats immer mehr kriminelle Gestalten, die im Wissen auf Grund ihres Charakters nehmen zu müssen, was kein anderer haben will, eine

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