Der Sonntagmittag am See war eigentlich perfekt. Die Sonne schien warm, aber nicht zu heiß, der Wind trug den Geruch von frischem Gras und Wasser heran, und überall blühten die ersten Forsythien und Krokusse. Anton hatte den Arm um Miras Schultern gelegt, während sie langsam am Ufer entlangschlenderten. Sie war heute ausnahmsweise in ihren kleinen weißen Sneakers und der hellblauen Lieblingsjeans unterwegs, die ihren Po so hübsch betonte. Seine freche, süße, manchmal unausstehliche Kleine. Und genau diese freche Seite hatte heute leider Oberhand.
Erst stolperte sie „zufällig“ über seine Füße und kicherte, als er fast das Gleichgewicht verlor. Dann versteckte sie sich hinter dem dicken Weidenstamm und sprang mit einem lauten
„Buh!“, hervor. Kurz darauf knabberte sie spielerisch an seinem Unterarm, während sie weiterging. „Mira“, sagte er ruhig, aber mit diesem bestimmten Unterton, „hör jetzt bitte auf.“
Sie grinste nur frech nach oben. „Oder was?“ „Oder du kannst was erleben, wenn wir nach Hause kommen.“ „Jaaa, klar“, sie verdrehte die Augen übertrieben. „Der große Anton wird mich jetzt ganz doll bestrafen. Ich zitter schon.“ Er lachte leise, schüttelte den Kopf und drückte ihr einen Kuss auf die Schläfe. „Warte nur ab, freche Maus.“
Den ganzen Rückweg über hörte sie nicht auf. Sie stupste ihn immer wieder in die Seite, fragte ihn doofe Dinge („Glaubst du, Enten können sich verlieben?“), zog ihn am Ärmel, bis er stehenbleiben musste. Anton blieb erstaunlich geduldig – bis sie irgendwann versuchte, ihm von hinten die Augen zuzuhalten, während er gerade über eine Wurzel stieg. Da blieb er abrupt stehen. „Mira!“ Sie spürte sofort, dass sich etwas verändert hatte. Seine Stimme war plötzlich sehr ruhig. Gefährlich ruhig.
„Zuhause“, sagte er nur. „Dann reden wir.“ Sie lachte noch, aber es klang schon etwas unsicherer. Zu Hause angekommen tat er erstmal … gar nichts. Er hängte beide Jacken auf, holte zwei Gläser Wasser, fragte sie, worauf sie Lust habe zum Essen. Sie bestellten Sushi, kuschelten sich mit der großen grauen Decke auf die Couch und starteten den Thriller, den sie schon ewig schauen wollten. Gerade als die Hauptfigur die entscheidende Tür öffnete, drückte Anton auf Pause. Mira sah irritiert zu ihm hoch. „Was denn jetzt schon wieder?“ Er drehte sich zu ihr, legte die Fernbedienung beiseite und sah sie ruhig an. „Du weißt, was jetzt schon wieder.“ Sie grinste schief. „Ach komm, das war doch nur Spaß. Du hast doch selbst gelacht.
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March 23, 2026 at 9:56 PM -
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