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SMJG - Die BDSM Jugend
SMJG - Die BDSM Jugend
Bei vielen Menschen macht sich schon sehr früh, in der Schule, der Vorschule oder sogar im Kindergarten, bemerkbar, dass sie etwas für Dinge wie z.B. Fesseln übrig haben, die sie meist erst sehr viel später als SM oder Bondage bezeichnen können.

Sie wollen es aber oft nicht wahrhaben. Sie glauben, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, weil sie sich von solchen Dingen angezogen fühlen und andere anscheinend nicht. Oftmals wird dieses Gefühl durch falsche Informationen und Berichte verstärkt.

Ein weiterer Punkt, der sinnvolles Informieren oft unmöglich macht, ist die Altersabgrenzung vieler Bücher oder Internetseiten bei solchen Themen. Die Menschen sind sich nicht sicher, ob das, was sie machen, auch wirklich legal ist, und verstecken auch aus diesem Grund ihre Gefühle, weil sie Angst haben, dass sie sich strafbar machen.
SM-Outing
SM-Outing
Die Idee mit SM-Outing, mit dem "Notfallplan", entstand auf dem BDSM-Kongress 2005 bei Fulda. Nach einer Diskussion im Kommentar-Bereich der SM-News wurden die Anfänge sehr schnell in die Tat umgesetzt.

Der Notfallplan soll dafür sorgen, SM'lern möglichst rasch und umfassend zu helfen, die in Zusammenhang mit einem freiwilligen Outing oder einem Zwangsouting im privaten oder beruflichen Umfeld oder in der Presse in Schwierigkeiten geraten sind. Etwa weil Vermieter oder Arbeitgeber Ärger machen, weil in einem Scheidungsverfahren das Jugendamt SM für Gewalt hält, und vieles mehr.

Diese Schwierigkeiten reichen von der emotionalen Belastung bis hin zu ganz handfesten akuten Problemen wie Mobbing, Kündigung, Abmahnung, Entzug des Sorgerechts für die Kinder.

Darüber hinaus wollen wir aber auch Mut machen zum eigenen Coming Out. Je mehr SM'ler offen und selbstverständlich mit ihrer Neigung umgehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwann die Akzeptanz bei unserer Umwelt finden, die Schwule und Lesben sich längst erkämpft haben.